TV Allgäu zur Bescheidübergabe

Broschüre der Allgäuer Moorallianz

Besuch der Präsidentin des BfN

Besuch der Präsidentin des BfN

Gewinner Bundeswettbewerb

chance.natur - Allgäuer Moorallianz in der Bundesliga!

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Allgäuer Moorallianz geht in die Umsetzung

Mit der Übergabe des Förderbescheides gaben der bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber und Dr. Alfred Herberg, Bundesamt für Naturschutz, den Startschuss für die Umsetzung des Naturschutz-großprojekts Allgäuer Moorallianz. In den nächsten zehn Jahren stehen rund 8,4 Mio. € für die Umsetzung der vordringlichen Maßnahmen in den Allgäuer Mooren zur Verfügung.
Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte: „Moore sind landschaftsprägend und charakteristisch für das Allgäu. Intakte Moore sind aber auch bedeutende Kohlenstoffspeicher. Bayern setzt sich deshalb umfangreich für den Moorschutz ein. Ich freue mich über das große Engagement des Zweckverbandes ‚Allgäuer Moorallianz’, der im Rahmen seines Naturschutzgroßprojektes einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Renaturierung der Allgäuer Moore leistet.“
Der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender des Zweckverbands Allgäuer Moorallianz, präsentierte, was mit den Fördermitteln von Bund und Land in den nächsten zehn Jahren geplant ist. Wichtige Bausteine sind die Wiedervernässung von Hochmooren und die Pflege von Streu- und Nasswiesen.   „Wir sind stolz darauf, als erster der fünf Wettbewerbsgewinner in die Umsetzung zu starten“, so Fleschhut. “In den nächsten zehn Jahren werden wir mit den Mitteln von Bund und Land mindestens  500 ha entwässerter Moore wiederbeleben. Das Allgäu ist eine der bedeutendsten Tourismusregionen in Deutschland - und auch im Moorschutz wollen wir einer der Marktführer werden!“, so Fleschhut.  Vorausgegangen war eine dreijährige Planungsphase, in der ein Handlungskonzept erarbeitet und mit den Beteiligten in der Region diskutiert wurde.

 

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Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz besucht Moorallianz

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Beate Jessel, besuchte das Bundesprojekt Allgäuer Moorallianz. Im Birnbaumer Filz präsentierten der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender des Zweckverbands Allgäuer Moorallianz, und das Projektteam, was mit den Fördermitteln von Bund und Land in den nächsten zehn Jahren geplant ist. Unter den Gästen waren mehrere Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Dieter Sedlmayer, zuständiger Referatsleiter des Bayerischen Umweltministeriums.

Weitere Informationen erhalten Sie in der aktuellen Pressemitteilung rechts.

 

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Der Bundeswettbewerb

Der Bundeswettbewerb IDEE.NATUR eröffnet mit der neuen Förderperiode 2009 bis 2020 neue Möglichkeiten. Die Zusammenarbeit der beiden Bundesministerien für Umwelt (BMU) und Landwirtschaft (BMELV) baut eine goldene Brücke zwischen Naturschützern und Naturnutzern.

 

Der moderne Naturschutz befasst sich nicht allein mit der Erhaltung und Renaturierung von schützenswerten Flächen, sondern bietet auch eine Chance für die regionale Entwicklung. Es gilt Potenziale zu erkennen, Schutz und Nutzung zusammen zu führen, bestehende Ansätze zu einer Vision weiter zu entwickeln. Interessen sollen verknüpft, Akteure vernetzt und Allianzen geschmiedet werden.

 

Im Blickpunkt des Wettebewerbs stehen Wälder, Moore und urbane/ industrielle Landschaften von nationaler Bedeutung, die für die Bewerber-Region charakteristisch sind.

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Projektziele

Das Gerüst des Projekts basiert auf drei grundlegenden Zielen:

  • Wertvolle Moorgebiete erhalten und renaturieren
    Ein intakter Wasserhaushalt fördert Torfwachstum und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig sind intakte Moore wertvolle Lebensräume und speichern Wasser. Sie verzögern den Abfluss und tragen dazu bei, dass Hochwasserspitzen abgeschwächt werden.
  • Streu- und Nasswiesen angepasst nutzen
    Mahd und extensive Beweidung erhöhen die Artenvielfalt in den Wiesen. Zielführend dafür ist, dass die Streue in landwirtschaftlichen Betrieben wieder genutzt wird. Die Landwirte dabei zu beraten und zu unterstützen sind Schlüsselaufgaben der Allgäuer Moorallianz.

  • Die Moorlandschaft in Kooperation mit Landwirtschaft und Tourismus nachhaltig nutzen und entwickeln
    Schützen durch Nützen lautet die Devise. In unserer Allgäuer Urlaubslandschaft soll in wenig störanfälligen Gebieten ein sanfter, naturverträglicher „Moor-Tourismus“ etabliert werden. Unsere Visionen: Moor-Erlebniswege oder Urlaub auf dem Moorbauernhof verbinden Natur mit Tourismus. Gastwirte, Bauernhöfe und regionale Unternehmen bieten als Partner der Moorallianz moorkulinarischen Genuss. Moor-Guides vermitteln Einheimischen und Gästen die Faszination der Moore.
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Projektgebiet

Das Projektgebiet des chance.natur-Projekts beschränkt sich auf die Moore im Alpenvorland zwischen Iller und Lech. 186.667 ha erstrecken sich über 40 Gemeinden der Landkreise Oberallgäu und Ostallgäu. In diesem Raum wird die Regionalentwicklung tätig. 14.245 ha Moorlandschaften bilden innerhalb dieser Kulisse die fünf Kerngebiete für den Natur- und Moorschutz:

  • Moore zwischen Wertach und Lech (Sulzschneider Moore, Weihermoos, Moore um Nesselwang, Seeg, Pfronten)
  • Moore im Kempter Wald
  • Moore im Elbsee-Gebiet
  • Moore um den Bannwaldsee und Birnbaumer Filz
  • Moore im Wirlinger Wald