Landschaftspflege und Vertragsnaturschutz

Landschaftspflege

Landschaftspflege in Mooren und Streuwiesen ist zeitaufwändig und kräfteraubend. Dennoch ist diese Arbeit für den Erhalt der charakteristischen Moorlandschaften und insbesondere ihrer "Bewohner" wesentlich. Die Lanschaftspflegeverbände sowie freiwillige Akteure der Naturschutzverbände haben es sich zur Aufgabe gemacht, dort tatkräftig anzupacken, wo die traditionelle landwirtschaftliche Nutzung bereits aufgegeben wurde und die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt gefährdet ist.

 

Verbrachte Nass- und Streuwiesen werden von ihrem Grasfilz befreit, entbuscht und in turnusmäßigen Abständen gemäht. Viele dieser Flächen können nach dieser Erstpflege wieder an einen Landwirt vermittelt und im Rahmen eines Vertragsnaturschutzprogramms bewirtschaftet werden. Auf einigen Flächen ist jedoch aus naturschutzfachlicher Sicht eine jährliche Mahd nicht zielführend. An dieser Stelle greift weiterhin die Landschftspflege.

 

Auch die meist schwer zugänglichen und verbuschten ehemaligen Torfstiche in den Hochmoorgebieten werden über Verbandsarbeit freigestellt und im Optimalfall wiedervernässt. Sukzessive werden so Biotope neugeschaffen und miteinander vernetzt. Struktur- und artenreiche Lebensraummosaike entstehen.

 

Die Landschaftspflegemaßnahmen werden teilfinanziert über Fördermittel im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinien (LNPR) oder des Klimaprogramms Bayern. Auf Basis fachlicher Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde übernehmen die Verbände in Zusammenarbeit mit Landwirten und Naturschützern vor Ort die Umsetzung der einzelnen Pflegemaßnahmen sowie die Beantragung entsprechender Förderungen.

 

Die Unteren Naturschutzbehörden und Landschaftspflegeverbände beraten Sie gerne. Nehmen Sie Kontakt auf.

 

Vertragsnaturschutz und Erschwernisausgleich

Die naturschonende Bewirtschaftung von Feuchtflächen kann auf freiwilliger Basis über ein Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) oder einen Erschwernisausgleich (EA) honoriert und der damit verbundene arbeitswirtschaftliche Mehraufwand angemessen ausgeglichen werden. Ökologisch wertvolle Lebensräume sowie die Eigenart und Schönheit der Landschaft werden so gesichert und entwickelt. Die Leistungen der Land- und Forstwirtschaft zum Schutz von Umwelt und Natur sollen angemessen entgolten werden.


Die Verträge werden in erster Linie mit Landwirten und Waldbesitzern abgeschlossen. Verträge sind auch mit Nebenerwerbslandwirten möglich, die weniger als 3 ha landwirtschaftliche Fläche bewirtschaften.

 

Nähere Informationen zu den Agrarumweltmaßnahmen (KULAP, VNP, EA) erhalten Sie beim zuständigen Amt für Landwirtschaft und Forsten oder den Naturschutzbehörden.