Stimmen unserer Partner zur Allgäuer Moorallianz

Johann Fleschhut (Landrat von 2002 bis 2014):

Johann Fleschhut

"Wer Allgäu sagt, muss auch Moor sagen. Unsere Moore sind europaweit bedeutsames Naturerbe, und es gibt gute Gründe für den Moorschutz: Intakte Moore leisten einen wichtigen Beitrag zur CO2-Vermeidung, die Artenvielfalt wird erhalten, wir fördern unsere unverzichtbare Landwirtschaft und erhöhen die Attraktivität des Allgäu als Urlaubslandschaft mit intakter Natur. Also: „Give me Moor“, je mehr, desto besser!

Beppo Zeislmeier, Vorsitzender Landschaftspflegeverband Ostallgäu, Pfronten

Bürgermeister Zeislmeier (Pfronten)

Unsere kleinbäuerliche Landwirtschaft erhält durch die Streuwiesenbewirtschaftung das abwechslungsreiche Landschaftsbild unserer typischen Allgäuer Kulturlandschaft. Deshalb sind die Landwirte wichtige Partner in der Moorallianz, denn nur durch ihre Arbeit bleiben Artenvielfalt und das typische Erscheinungsbild der „Stroibewiesa“ bestehen.

Ethelbert Babl, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten, Bewilligungsstelle Regionalmanagement Allgäuer Moorallianz:

Ethelbert Babl

Die Allgäuer Moorallianz hat als eines von fünf Projekten den bundesweiten Wettbewerb idee.natur des Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministeriums gewonnen.
Um dieses Naturschutzgroßprojekt zum Erfolg zu führen, ist jetzt entscheidend, die wesentlichen Akteure im ländlichen Raum wie zum Beispiel Landwirte, Handwerk und Gastronomie und die Naturschutzfachleute ins Boot zu holen und ein tragfähiges Netzwerk zu knüpfen. Die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren und Kempten unterstützen die Allgäuer Moorallianz auf dem Weg dorthin bestmöglich.

Irmengard Burkart, Leiterin Gästeinformation Halblech:

Irmengard Burkart

Unsere Gäste kommen auch noch weit in den Herbst hinein ins Allgäu, um die einzigartige Landschaft mit allen Sinnen zu erleben: wandern, Rad fahren, die Ruhe genießen und die Seele baumeln lassen. Die Allgäuer Moorallianz bietet mit ihren Vorhaben für den Tourismus einen  wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung dieses naturschonenden Angebots in unserer herrlichen Allgäuer Landschaft. Langfristig werden wir alle davon profitieren.

Karl Kleiter, Leiter des Forstbetriebes Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten:

Karl Kleiter

Die Bayerische Staatsforsten als größter Flächenverantwortlicher für Moore in Bayern nehmen die Verantwortung für diese besonderen Lebensräume gerne wahr. Den Pflege- und Entwicklungsplan werden wir im Naturschutzkonzept des Forstbetriebes  Sonthofen verankern; das verdeutlich den hohen Stellenwert von Arten- und Klimaschutz im Staatswald. Bei der Umsetzung arbeiten wir erfolgreich mit Partnern wie der Allgäuer Moorallianz zusammen.

Robert Berchtold, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren, Bereichsleiter Forst (Füssen):

Robert Berchtold

Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft. In diesem Sinn unterstützen wir als Forstverwaltung die Allgäuer Moorallianz, die einen ganzheitlichen Moorschutz be-treibt und dabei naturnahe Waldlebensräume zum Ziel hat. Wir begleiten die Projekte, die Wald und Forst betreffen, fachlich und partnerschaftlich.

Klaus Linder, Vorsitzender der Waldkörperschaft Buching - Trauchgau:

Klaus Linder

Die derzeitigen Weidegemeinschaften entwickelten sich aus den seit Jahrhunderten bestehenden Allmendweiden. Die Weidegemeinschaften werden am Landwirtschaftsamt als Unternehmen mit eigener Betriebsnummer geführt. Ihre Organisation übernimmt in der Regel der Weidevorstand – der „Alpmeister“ oder „Dreier“. Die Nutzung der Allmendweiden erfolgt über festgelegte Weiderechte, die den so genannten „Rechtlern“ zugeteilt sind. Aktive Rechtler nutzen Ihr Weiderecht zum Viehauftrieb, passive Rechtler besitzen zwar ein Weiderecht, nutzen es jedoch nicht mehr. In diesem Fall ruht das „Recht“ und kann jederzeit wieder in Anspruch genommen werden.
Die Allmendweiden sind ein wichtiger Baustein zur Offenhaltung und Pflege unserer wunderbaren Kulturlandschaft. Ich finde es sehr gut, dass in der heutigen Zeit versucht wird, diese Weideflächen wieder zu vergrößern. Es ist zwar aufwändiger als auf intensiven Weideflächen, wenn man beispielsweise den Zaunbau und das Freischneiden betrachtet, aber es lohnt sich.

Max Gschmeißner, Landwirt Trauchgau:

Max Gschmeißner

Unser Betrieb ist auf die Bewirtschaftung der Streueflächen ausgerichtet. Wir verdienen mit der Landschaftspflege einen Teil des Lebensunterhalts unserer Familie und haben im Einsatz für den Naturschutz unsere Nische gefunden. Den Trend, immer noch größer zu werden, wollen wir nicht mitmachen. Die Allgäuer Moorallianz und der Landschaftspflegeverband Ostallgäu sind dabei eine große Unterstützung.